Heute möchte ich mal die gebrochene, bereits mit Klebeband geflickte Tankverkleidung wieder fit machen.

Die schmale schwarze Abdeckung wird oben auf den Tank aufgesteckt und zur Karosserie hin mit zwei Haltelaschen gehalten. Sie verdeckt dann die Benzinleitung, die Tankentlüftung sowie die Kabel vom Tankheber für die Füllstandsanzeige.

Leider wurde meine Verkleidung in der Vergangenheit falsch montiert, was zur Folge hatte das sich eine Lasche des Tankhaltebandes durch die dünne Plasteverkleidung über die Zeit hindurch gearbeitet hat.

Dadurch das der Tank nicht komplett fest ist sondern sich in seinem Gummilager etwas bewegen kann entstand in der Verkleidung zum einen ein Loch, aber ebenfalls durch die Bewegung auch ein Riss. Gerade der Riss wurde seit ich den Wagen besitze immer größer.
Diese Verkleidung ist bei uns nicht mehr käuflich zu erhalten – zumindest habe ich nichts gefunden. Die Suche im russischen Teilemarkt brachte auch nur sehr spärliche Ergebnisse… die beiden Verkleidungen die ich auf irgendwelchen russischen Gebrauchtteileportalen gefunden habe, hätten sicher nie den Weg zu mir gefunden.
Die Reparatur soll durch Kunststoffschweißen erfolgen um das Teil weiter zu erhalten.
Wäre es „nur“ ein Riss, könnte man das gerissene Material einfach durch Hitze wieder verflüssigen und so wieder zusammen bringen.

Da jedoch Material über die Zeit weggeschliffen wurde – also fehlt, muss für die Reparatur „aufgefüllt“ werden. Also bleibt nur dass ich neuen Kunststoff in die Fehlstellen einschmelze.

Das ist schon recht gut gelungen.

Zur Verstärkung arbeite ich noch ein feinmaschiges Stahlgewebe mit in den aufgeschmolzenen Kunststoff.

An der Sichtseite oben hat sich die sehr dünne Verkleidung durch die Wärmeeinwirkung leider etwas verformt.

Mit etwas Schleifen lässt sich zumindest die gröbsten Verformungen wieder glätten. Das kleine verbliebene Loch wollte ich nicht nochmal aufschmelzen… nicht das sich wieder alles verformt – das bleibt jetzt so.

Final habe ich die Oberfläche der Verkleidung auf der gesamten Fläche angeschliffen, danach mit Nitroverdünnung durch abwischen „angelöst“ und mit einer dünnen Schicht schwarzer Sprühfarbe genebelt.

Montiert ist die Fehlstelle noch leicht erkennbar, wichtiger war mir jedoch dass die Montage nun passt und die Verkleidung in Zukunft nicht mehr weiter kaputt geht.
Update vom 05.09.2025: Leider habe ich bei der Reparatur der Verkleidung etwas losgetreten dass Ihr im nächsten Beitrag verfolgen könnt. Wieder passt der Spruch „Arbeit zieht Arbeit nach sich…“

