Der Ölfilter – des Motors Jahresbericht.

Da ich mit dem Shiguli nicht viel Wegstrecke fahre, wechsele ich das Motoröl nicht nach gefahrenen Kilometern, sondern nach Zeit – also 1x im Jahr. Ich habe mir angewöhnt ab und an nach einem Ölwechsel in die ausgebauten Filter meiner diversen Fahrzeuge zu schauen. Beim letzten Ölwechsel am Shiguli in 2025 fand sich im Ölfilter kleine Reste von Metall. Das ist -mit Abstand- das schlimmste was man finden möchte. Die Ursache damals war die defekte Nockenwelle. Jetzt ein Jahr und ca. 5000km später wird es Zeit mal wieder zu schauen.

Aufgeschnitten zeigt sich der Inhalt des gut entleerten Filters:

Im Inneren des Ölfiltergehäuses findet nichts auffälliges:

Dann schaue ich mir immer die Rücklaufsperre des Ölfilter an.

Die Rücklaufsperre verhindert dass sich die Ölsäule bei stillstehendem Motor von oben in Richtung Ölwanne entleert. Sollte dies passieren, muss die Ölpumpe zuerst diese Strecke mit Öl versorgen bevor das Öl an den eigentlichen Schmierpunkten ankommt. In den Sekunden davor laufen die Schmierpunkte nur mit Restschmierfilm. Umso länger der Motor gestanden ist desto weniger Restschmierung ist noch vorhanden.

Bei einem guten Ölfilter ist die Gummischeibe die die Rücklaufsperre bildet nach dem Wechselintervall intakt und weich, sodass sichergestellt ist das diese gut abdichtet. Bei „günstigen“ Filtern habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Rücklaufsperre entweder schon im Neuzustand weniger gut anliegt, oder dass der Gummi nach dem Wechselintervall sehr hart geworden ist – beides ist nicht besonders vorteilhaft für eine gute Abdichtung.


Im Inneren des Filterelements befindet sich das Überdruckventil.

Sollte des Filtergewebe durch Verschmutzung den Ölfluss zu stark behindern, würde dieses Ventil den Ölstrom ungefiltert durchlassen um ein platzen des Filters zu verhindern…

…und damit eine Schmierung des Motors weiter gewährleistet ist.


Nun aber zum eigentlichen Filtergewebe – deswegen zerschneide ich meine Filter!

Der gefaltete Papierfilter wird kreisförmig mit zwei Metallscheiben verklebt. Die Filterung erfolgt von „außen nach innen“ – also außen durch die Rücklaufsperre hinein, innen durch das Anschraubgewinde hinaus. Den heraus gefilterte Schmutz (im Idealfall nur Verbrennungsrückstände) findet man wenn man die Falze des Filterelements etwas auseinander drückt.

Ich sichte jeden Falz des gesamten Filtermaterials… Zum Glück finden sich nur Verbrennungsrückstände -völlig normal- und nicht wie beim letzten mal durch die defekte Nockenwelle feiner Metallabrieb.

Wobei die Menge an Verbrennungsrückständen pro Falz gar nicht so unerheblich ist wenn man bedenkt dass mit dem Öl nur ca. 5000km gefahren wurde.



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