Immer die ersten weiteren Ausfahrten nach der Winterpause… Beim letzten mal waren es die Radlager, diesmal hatte ich den Eindruck der Auspuff endet irgendwo im Innenraum.
Nach gut 50km Strecke begann es Innenraum zunehmend intensiver nach Abgas zu riechen. Eine erste Vermutung vielleicht der Krümmer?


Diesen hatte ich so vor ca. 3 Jahren mal gegen ein altes Neuteil getauscht da der damals vorhandene in keinem guten Zustand mehr war.
Wieder Zuhause angekommen lies sich bei der Begutachtung mit Inspektionsspiegel und Taschenlampe (zum Glück) am Krümmer nichts auffälliges feststellen.

Der Übeltäter diesmal war die Hosenrohrdichtung am unteren Hosenrohr und ein deutlich sichtbares „Fähnchen“ am Flansch außen.

Offenbar hatte sich der Innere Kern zwischen den beiden Metallagen aufgelöst.

Das ehemals weiche dunkle Trägermaterial aus einer Art Fasermatte hat sich in weißes, bröckeliges Zeug verwandelt und rieselte nur so raus, wenn man etwas an der Dichtung herum gedrückt hat!

Da ich aktuell keine Doppelrohrdichtung passend für Shiguli hatte, wurde kurzerhand eine passende für Niva verbaut. Bis auf den fehlenden Mittelsteg ist alles andere absolut identisch.

Nachdem die Dichtfläche etwas mit Schleifleinen gereinigt wurde…
…stand dem Zusammenbau nichts im Wege. Vielleicht ist die Dichtung ohne Steg sogar vorteilhafter, weil so mehr Pressdruck auf die Außenflächen geleitet wird.

Mal sehen, wie das so funktioniert. Obwohl die Undichtigkeit nicht so groß war, ist es erstaunlich wie schnell Abgase in den Innenraum ziehen können!
Bei Arbeiten am Hosenrohr löse ich übrigens immer die Schelle sowie den den Halter des Abgasrohrs.

So lässt sich das Hosenrohr am einfachsten „bei Seite“ legen, ohne das man unnötig Spannung in das kompletten Auspuff bringt.

Nachdem wieder alles fest ist steht einer Probefahrt nichts mehr im Wege. Mal sehen wie lange diese Dichtung jetzt wieder hält.

