Die Tage mit bestem „Oldtimer“ Wetter sind angezählt – das Jahr geht zu Ende. Bevor es richtig kalt und feucht wird will ich noch kleinere Arbeiten erledigen die ich bisher vor mir hergeschoben habe.

Zwar ist Shigulis Herz nicht allzu kompliziert, dennoch ist einmal drüber schauen kein Fehler.

Die brüchig werdenden Gummischläuche zur Heizung kommen auf die Liste für kommendes Jahr. Leider sind die Schläuche gar nicht so alt – hier zeigt sich wieder das Problem der schlechten Gummiqualität „Made in Russia“.
Was ich mir unbedingt vorgenommen hatte, aber bisher nicht gemacht hab war das Ventilspiel prüfen. Da war ich zuletzt 2025 dran, als die Nockenwelle neu kam.
Vorher noch ein genauerer Blick in den Vergaser.
Hier findet sich nichts auffälliges – keine Rückstände von Kraftstoff oder Staub welcher sich irgendwo an Dichtung vom Luftfiltergehäuse oder dem Luftfilter im Inneren vorbei gezogen haben könnte.
Das der Vergaser nie komplett dicht ist zeigt sich dann außen.


Die ganzen braunen Stellen sind Staubanhaftungen welche durch „Feuchtigkeit“ entstehen. Hier findet immer mal wieder minimal Kraftstoff den Weg nach außen. Zwar nicht so viel das es ablaufen würde, aber doch soviel das Staub daran haften bleibt.
Das Auffangblech darunter ist ebenfalls leicht „schmierig“ kann also gut sein, dass der Vergaser im Sommer z.B. nach dem Abstellen des heißen Motors mal etwas nach unten abtropfen hat lassen.
Da der Vergaser mit dem normalen einfachen Isolierflansch nach unten zum Ansaugkrümmer immer ganz gut am kochen war (man hörte ein deutliches „blubbern“ und sah wie Kraftstoff bei abgestelltem Motor durch die Düsen im Inneren austrat) habe ich den mal verdoppelt – also zwei Flänsche mit Dichtungen montiert. Das brachte einiges an Besserung, aber warm wird er immer noch.
Aber nun zum Ventilspiel.


Zuerst mal bin ich verwundert dass das alles noch so sauber aussieht. Sogar die Nummern der Anzugsreihenfolge die ich auf das Nockenwellenlagerschild geschrieben habe sind noch (leicht verblasst) zu erkennen.

Damit das drehen des Motors leichter geht baue ich gleich noch die Zündkerzen aus, die sollen dann sowieso auch erneuert werden.
Zur Prüfung des Ventilspiels braucht man erstmal nicht viel. Es genügt die breite 0,15mm Fühlerlehre sowie ein 38mm Ringschlüssel zum drehen des Motors.


Welcher Zylinder gerade zünden will sieht man anhand der Stellung des Verteilerfingers – an dem Zylinder prüfe ich dann das Ventilspiel.
Die Fühlerlehre soll sich „saugend“ zwischen Nockenwelle und Kipphebel schieben lassen. Aber was heißt das eigentlich genau?
Ich habe vor langer Zeit gelernt: Es soll nicht klemmen (zu stramm) aber auch nicht „hineinfallen“ (zu lose). Wie im Video oben kann das dann „saugend“ aussehen.
Tatsächlich waren nur bei zwei Ventilen das Spiel etwas vergrößert, bei allen anderen Ventilen hat der Abstand wunderbar gepasst.
Die alten Zündkerzen zeigten dann auch keinen Grund zur Sorge, und die frischen Kerzen warten auf Verbau.


Tatsächlich sieht die Zündkerze Nr. 1 (ganz rechts) für mein Verständnis immer am schlechtesten aus – das kenne ich auch vom Niva so. Warum das so ist kann ich allerdings nicht sagen.
Entgegen den meisten Lada Fahrern verwende ich immer schon die DENSO W20TT Zündkerze. Die „regulär“ vorgeschlagenen Zündkerzen von z.B. NGK laufen -für mein Gefühl- nicht so gut wie die Kerzen von DENSO.
Zum Schluss wird wieder alles zusammengebaut und die Augen schweifen noch etwas umher, und es wird über das kommende Jahr sinniert…

So kann die Pause dann über die Wintermonate kommen. Wobei, wenn das Wetter passt und die Straßen trocken sind steht einer Fahrt im Winter eigentlich auch nichts im Wege.
